Einige Gedanken, liberal aber durchaus partei-unabhängig

Text 1 „Offensive für gesunde Zähne im Alter“ - „Prophylaxe ein Leben lang“ - auch bei Pflegebedürftigen
Verfasser: PPB (27.11.2010 - 08:02) [Kompl. Thread anzeigen]

Antwort auf: "Gesundheitsförderung = Prävention"
von: PPB (31.08.2010 - 04:45)
Zahnmedizinisch – prophylaktische Betreuung für Pflegebedürftige zu Hause und im Heim :

Sie wird immer häufiger notwendig.
Der erste und wichtigste Schritt ist eine möglichst gute Information der Pflegenden über Mundhygiene.
Behandlung ist ein weiter gehendes Thema, das erst innerhalb der Zahnärzteschaft abgehandelt werden muss.
Beim System der Patenzahnärzte können wir Westfalen-Lippe folgen.
Der Bezirk Rheinhessen hat meines Wissens das System bereits übernommen.
Koblenz ist dazu innerhalb eines Monats im Stande.
Es kann sofort ein System mit Seniorenbeauftragten und PatenzahnärztInnen für jedes einzelne Heim aufgestellt werden, wenn das Geld für die Organisation zur Verfügung steht.
Wir benötigen keine Pilotprojekte mehr.
Die hat es bereits im Saarland, Westfalen-Lippe, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein hinreichend gegeben.
Bei neuen Strukturen sollten wir uns an die bewährten der Bezirkszahnärztekammern anschließen.
Für die notwendige Organisation, das heißt eine Koordinierungskraft, Papier, Porto etc. rechne ich ganz grob wie folgt:
Gehen wir für den gesamten Bezirk Koblenz von 100.000 Euro aus, für Trier von 70.000, weil es kleiner ist, für Rheinhessen ebenfalls von 70.000 und für die Pfalz wieder von 100.000, dann muss insgesamt zum Anstoßen für ein Jahr eine Summe von etwa 350.000 Euro zur Verfügung stehen.
Das ist reiner Sachkostenersatz, die Zahnärzte würden meines Wissens echt ehrenamtlich arbeiten.
Eine Zahnärztekammer kann nicht versuchen, diesen Sachkostenersatz den Zahnärzten aufzubürden.
Das Resultat wäre Totalverweigerung durch die Basis.
Warum?
Im Gegensatz zur Jugendzahnpflege hat ein alter Mensch überwiegend die Möglichkeit, sich auf den letzten Lebensabschnitt vorzubereiten.
Die Empathie darf sich also in Grenzen halten.
Alter ist das ganz normale Ende des Lebens.
Das heißt, keine Versicherung und auch keine Zahnärztekammer ist für die Folgen zuständig.
Das ist allein Sache des Einzelnen und / oder der allgemeinen Politik.
Zur großen Ehre unserer alten Mitbürger kann ich aus Schleswig-Holstein berichten, dass gerade sie dort vehement nicht wollten, dass den Kinderchen auch nur ein einziger Cent zu Gunsten von Alten weggenommen wird.
Dann wollten sie lieber verzichten.
Die Jugendzahnpflege Rheinland-Pfalz bewegt etwa 2 Millionen Euro im Jahr.
So hoch wird diese Aktion niemals anzusetzen sein.
Wir müssen nicht so viel werben mit Drucksachen und Artikeln.
Auch benötigen wir viel weniger Material und Verwaltung.
Wenn wir – ganz grob – die Wertschöpfung durch den Einsatz der Zahnärzte auf etwa die Hälfte ansetzen wie bei der Jugendzahnpflege, kommen wir auf vielleicht eine Million Euro.
Das heißt, das Land Rheinland-Pfalz würde mit einem Einsatz von einer Drittel-Million eine ganze Million an Wert für die Gesellschaft generieren.
Die Stimmung für freiwilligen Einsatz der Kolleginnen und Kollegen halte ich für günstig.
2 Antworten auf "Text 1 „Offensive für gesunde Zähne im Alter“ - „Prophylaxe ein Leben lang“ - auch bei Pflegebedürftigen"

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